Kindertag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kindertag(e)s · Nominativ Plural: Kindertage
WorttrennungKin-der-tag
WortzerlegungKindTag1
Wortbildung mit ›Kindertag‹ als Letztglied: ↗Weltkindertag
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2020

Bedeutungen

1.
Tag, der den Kindern in besonderer Weise gewidmet ist, an dem die Kinder bei bestimmten Veranstaltungen o. Ä. im Mittelpunkt stehen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der internationale Kindertag
Beispiele:
In Deutschland wird nach der Wiedervereinigung zweimal im Jahr Kindertag gefeiert: Der Internationale Kindertag am 1. Juni, wie früher im Osten, und der Weltkindertag am 20. September, wie früher im Westen. [Süddeutsche Zeitung, 23.09.2013]
Am 5. Mai feiert man […] in Korea den Kindertag als nationalen Feiertag. [Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2014]
Als ein Kulminationspunkt gilt [in China] […] der 1. Juni, denn dem auf dieses Datum fallenden […] Internationalen Kindertag wird im Reich der Mitte reichlich Beachtung geschenkt, und der Nachwuchs wird an ihm meist aufwendig beschenkt. [Neue Zürcher Zeitung, 06.06.2014]
Während der 16. Oberstdorfer Osterspiele bis zum 25. April gibt es ein Programm für Familien. Unter dem Motto »Hase los!« gibt es Kinotage, Töpfern, Korbflechten, Osternestsuchen und einen Kindertag am Nebelhorn, Heubasteln und Kinderkochen. [Spiegel, 17.04.2014 (online)]
Mein schlimmster Moment war, dass ich am Kindertag (chilenischer Feiertag) nicht zu Hause sein konnte. [Bild, 18.10.2010]
Einstimmig haben die Vertreterinnen der 38 Länder [bei der Tagung der »Internationalen demokratischen Frauen-Föderation«] in Moskau beschlossen, den 1. Juni zum internationalen Kindertag, einem Festtag für die Kinder, zu erklären. [Berliner Zeitung, 02.12.1949]
2.
Zeit der Kindheit (die hinter jmdm. liegt)
Grammatik: nur im Plural
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: glückliche, selige, unbeschwerte Kindertage; die fernen Kindertage
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Freund, eine Freundin, eine Erinnerung aus Kindertagen; jmdn. seit (den) Kindertagen kennen
Beispiele:
Es beginnt schon beim Schnee. Wo gibt es ihn noch so, wie wir ihn aus Kindertagen kennen? Flockenweise, leicht und luftig, materialisierte Poesie. [Neue Zürcher Zeitung, 28.11.2017]
übertragenSpannend für Forscher ist, dass der Himmelskörper seit den Kindertagen des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren quasi tiefgefroren ohne größere Veränderungen überstanden haben könnte. [Spiegel, 09.11.2017 (online)]
Ein alter Gedanke aus Kindertagen kam mir wieder in den Sinn, damals, als wir schwimmen lernten in dem seichten, pappelduftenden Wasser der Diemel: Du darfst dem Wasser nicht zeigen, daß du Angst hast, sonst bringst du es gegen dich auf. [Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 247]
Vor allem denken wir an jene, die seit Kindertagen davon träumen, eines Tages eine Modellbahn zu besitzen. [Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 14]
In der katholischen Kirche, die wir der Musik wegen besuchten, kamen mir viel alte Erinnerungen aus meinen Kindertagen. [Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7301]

Typische Verbindungen zu ›Kindertag‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kindertag‹.

Zitationshilfe
„Kindertag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <http://zwei.dwds.de/wb/Kindertag>, abgerufen am 17.02.2020.

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